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Demografischer Wandel in Brandenburg

Logo Demografischer Wandel


Herausforderung zum Handeln

Unserer Gesellschaft fehlen die Kinder. Die jüngste Bevölkerungsprognose zeigt, dass bis zum Jahr 2030 infolge des Geburtendefizits mit einem Bevölkerungsrückgang von 2,548 auf 2,194 Mio. gerechnet werden muss - das sind 354.000 Menschen weniger als 2006. Dabei wird die Bevölkerungszahl im Ballungsgebiet um Berlin zunehmen und in den Berlin fernen Landesteilen stark zurückgehen. Oder anders ausgedrückt: die eine Hälfte der Bevölkerung konzentriert sich auf 15 %, die andere Hälfte verteilt sich auf 85 % der Landesfläche. Zudem werden die Menschen auch in Brandenburg immer älter. Ist 2006 jeder fünfte Brandenburger im Rentenalter, so wird es im Jahr 2030 bereits jeder dritte sein - bei steigender Lebenserwartung. Zusätzlich wird die Bevölkerungsentwicklung durch die Abwanderung junger Menschen, insbesondere junger Frauen, beeinflusst.

Was bedeutet der demografische Wandel für die Menschen?

Der demografische Wandel fällt mit den strukturellen Umbrüchen von 1989 zusammen und ist deshalb zuallererst für die ostdeutschen Länder eine große Herausforderung. Alle Bereiche der Gesellschaft und des täglichen Lebens sind betroffen. Dabei gibt es keine Patentrezepte, wie in einer alternden Gesellschaft bei abnehmender Bevölkerung Wohlstand und Gerechtigkeit zwischen den Generationen erhalten werden können. Der demografische Wandel zwingt vor dem Hintergrund enger werdender finanzieller Spielräume zu einem tiefgreifenden Umsteuern. Kurzfristige Aktionen können nichts bewirken. Gefordert sind neue und langfristig ausgerichtete gesellschaftliche Antworten. Der demografische Wandel wirkt sich aber nicht nur negativ aus, sondern bietet gerade Jüngeren und gut Qualifizierten bessere Perspektiven als je zuvor: Infolge des verstärkten Renteneintritts von Beschäftigten wird die heimische Wirtschaft bis zum Jahr 2015 einen Bedarf von 200.000 gut ausgebildeten Fachkräften, insbesondere auch von Hochschulabsolventen, haben. Hier bestehen sehr gute Chancen für junge Menschen, die ihre Berufsausbildung beginnen und danach in ihrer Heimatregion bleiben möchten.

Was tut die Landesregierung?

Der demografische Wandel löst einerseits Befürchtungen aus, andererseits sind vielen Menschen die Zusammenhänge mit den sich zwangsläufig ergebenden gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Veränderungen nicht bewusst. Deshalb thematisiert die Landesregierung Ursachen, Folgen und Konsequenzen des demografischen Wandels. Im Dialog mit Verantwortungsträgern aus Politik und Verwaltung des Landes, der Regionen, Kreise und Gemeinden sowie mit den Entscheidungsträgern aus Wirtschaft und Verbänden sollen die Herausforderungen ins Bewusstsein gerufen und die begonnene breite gesellschaftliche Diskussion fortgesetzt werden. Krisen wohnt die Chance inne, sie für positive Veränderungen zu nutzen. Nahezu alle Handlungsfelder der Landespolitik sind von den demografischen Herausforderungen geprägt.Deshalb hat sich schon viel getan -  Brandenburg ist aktiv.
Ansprechpartner und verantwortlich für Lösungsvorschläge sind aber nicht nur das Land, sondern auch die Europäische Union und die Bundesebene.

Was passiert vor Ort?

Der demografische Wandel wird in der Kommune, als der örtlichen Gemeinschaft, er- und gelebt. Deshalb ist das Zusammenspiel der gewählten Vertreter, der Verwaltung, zwischen den Bürgern und der Wirtschaft vor Ort entscheidend. Wir haben ideenreiche und engagierte Menschen im Land. Vielerorts bilden sich Initiativen und Projekte, die beispielhafte Lösungen im Umgang mit dem demografischen Wandel gefunden und umgesetzt haben.

Gut zu wissen

Presseinformationen der Staatskanzlei

Beruf und Familie unter einem Hut
06.03.2010 - Als „Demografie-Beispiel“ des Monats März 2010 hat der Chef der Staatskanzlei, Albrecht Gerber, die Familienserviceagentur „fam.e“ in Schwedt...  [ausführlich]

Gerber: Chancen des demografischen Wandels ergreifen
05.03.2010 - Staatskanzleichef Albrecht Gerber hat beim Thema demografischer Wandel ein Umdenken angemahnt. „Geburtenrückgang, Abwanderung, die nicht durch...  [ausführlich]

Terminhinweise
03.03.2010 - Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Kolleginnen, liebe Kollegen, hiermit laden wir Sie zu zwei Veranstaltungen ein, bei denen es um den Umgang mit...  [ausführlich]

Fachkräftesicherung à la Lausitz – Staatskanzlei zeichnet den Arbeitgeberzusammenschluss Spreewald als Demografieprojekt des Monats Februar aus
05.02.2010 - Die Staatskanzlei hat den Arbeitgeberzusammenschluss (AGZ) Spreewald in Lübben als Projekt des Monats Februar zur Gestaltung des demografischen...  [ausführlich]

Presse- und Fototermin
03.02.2010 - „Best-Practice-Projekt“ Demografie des Monats Februar Staatskanzleichef Gerber zeichnet Arbeitgeber- ...  [ausführlich]

Staatskanzlei ehrt Best-Practice-Beispiel des Monats Januar
06.01.2010 - Die Staatskanzlei hat heute den Mobilen Rehabilitationsdienst Woltersdorf als „Best-Practice-Projekt für die Gestaltung des demografischen...  [ausführlich]

Terminhinweis - Presse- und Fototermin
02.01.2010 - Demografisches „Best-Practice-Projekt“ des Monats Januar Staatskanzleichef Gerber informiert sich über Mobilen...  [ausführlich]

Eine „Perle“ für Jung und Alt
02.11.2009 - Das Mehrgenerationenhaus „Perle-Treff-Punkt“ in Perleberg ist für seine Generationen verbindende Arbeit als demografisches „Best-practice-Beispiel“...  [ausführlich]

Integration mit Boxhandschuhen – Appel ehrt Demografieprojekt in Lübben
08.10.2009 - Projekt „Stark durch Boxen“ des Boxrings 08 in Lübben ist das „Best-practice-Beispiel des Monats Oktober“ für den Umgang mit dem demografischen...  [ausführlich]

Presse- und Fototermin: Appel zeichnet Projekt „Stark durch Boxen“ aus
06.10.2009 - Der Chef der Staatskanzlei, Staatssekretär Clemens Appel, zeichnet am Donnerstag das Sportprojekt „Stark durch Boxen“ aus. Der Boxring 08 Lübben hat...  [ausführlich]