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Demografischer Wandel in Brandenburg

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Herausforderung zum Handeln

Unserer Gesellschaft fehlen die Kinder. Die jüngste Bevölkerungsprognose zeigt, dass bis zum Jahr 2030 infolge des Geburtendefizits mit einem Bevölkerungsrückgang von 2,522 auf 2,227 Mio. gerechnet werden muss - das sind 295.000 Menschen weniger als 2008. Dabei wird die Bevölkerungszahl im Ballungsgebiet um Berlin zunehmen und in den Berlin fernen Landesteilen stark zurückgehen. Oder anders ausgedrückt: die eine Hälfte der Bevölkerung konzentriert sich auf 15 %, die andere Hälfte verteilt sich auf 85 % der Landesfläche. Zudem werden die Menschen auch in Brandenburg immer älter. Ist 2008 jeder fünfte Brandenburger im Rentenalter, so wird es im Jahr 2030 bereits jeder dritte sein - bei steigender Lebenserwartung. Zusätzlich wird die Bevölkerungsentwicklung durch die Abwanderung junger Menschen, insbesondere junger Frauen, beeinflusst.

Was bedeutet der demografische Wandel für die Menschen?

Der demografische Wandel fällt mit den strukturellen Umbrüchen von 1989 zusammen und ist deshalb zuallererst für die ostdeutschen Länder eine große Herausforderung. Alle Bereiche der Gesellschaft und des täglichen Lebens sind betroffen. Dabei gibt es keine Patentrezepte, wie in einer alternden Gesellschaft bei abnehmender Bevölkerung Wohlstand und Gerechtigkeit zwischen den Generationen erhalten werden können. Der demografische Wandel zwingt vor dem Hintergrund enger werdender finanzieller Spielräume zu einem tiefgreifenden Umsteuern. Kurzfristige Aktionen können nichts bewirken. Gefordert sind neue und langfristig ausgerichtete gesellschaftliche Antworten. Der demografische Wandel wirkt sich aber nicht nur negativ aus, sondern bietet gerade Jüngeren und gut Qualifizierten bessere Perspektiven als je zuvor: Infolge des verstärkten Renteneintritts von Beschäftigten wird die heimische Wirtschaft bis zum Jahr 2015 einen Bedarf von 200.000 gut ausgebildeten Fachkräften, insbesondere auch von Hochschulabsolventen, haben. Hier bestehen sehr gute Chancen für junge Menschen, die ihre Berufsausbildung beginnen und danach in ihrer Heimatregion bleiben möchten.

Was tut die Landesregierung?

Der demografische Wandel löst einerseits Befürchtungen aus, andererseits sind vielen Menschen die Zusammenhänge mit den sich zwangsläufig ergebenden gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Veränderungen nicht bewusst. Deshalb thematisiert die Landesregierung Ursachen, Folgen und Konsequenzen des demografischen Wandels. Im Dialog mit Verantwortungsträgern aus Politik und Verwaltung des Landes, der Regionen, Kreise und Gemeinden sowie mit den Entscheidungsträgern aus Wirtschaft und Verbänden sollen die Herausforderungen ins Bewusstsein gerufen und die begonnene breite gesellschaftliche Diskussion fortgesetzt werden. Krisen wohnt die Chance inne, sie für positive Veränderungen zu nutzen. Nahezu alle Handlungsfelder der Landespolitik sind von den demografischen Herausforderungen geprägt.Deshalb hat sich schon viel getan -  Brandenburg ist aktiv.
Ansprechpartner und verantwortlich für Lösungsvorschläge sind aber nicht nur das Land, sondern auch die Europäische Union und die Bundesebene.

Was passiert vor Ort?

Der demografische Wandel wird in der Kommune, als der örtlichen Gemeinschaft, er- und gelebt. Deshalb ist das Zusammenspiel der gewählten Vertreter, der Verwaltung, zwischen den Bürgern und der Wirtschaft vor Ort entscheidend. Wir haben ideenreiche und engagierte Menschen im Land. Vielerorts bilden sich Initiativen und Projekte, die beispielhafte Lösungen im Umgang mit dem demografischen Wandel gefunden und umgesetzt haben.

Demografieportal des Bundes und der Länder

Logo Demografieportal Bund und Länder Logo Demografieportal; © Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung

Das neue Demografieportal www.demografie-portal.de bietet Experten und Interessierten eine Plattform, um sich über Strategien des Bundes und der Länder zu informieren sowie sich durch eigene Beiträge oder Kommentare am Dialogprozess zu beteiligen.

DART - Broschüre



Broschüre (PDF)

Presseinformationen der Staatskanzlei

Exzellente Mediziner-Ausbildung in Brandenburg – „Demografie-Beispiel“ für Mai geehrt
15.05.2013 - Die Staatskanzlei hat die Auszeichnung „Demografie-Beispiel des Monats“ im Mai erstmals an zwei Einrichtungen übergeben. Der Chef der Staatskanzlei,...  [ausführlich]

Terminhinweis: Projekt „Stadt-Land-Fluss-Hauptstadtregion“ ist Demografie-Beispiel im Mai – Urkunde an zwei Einrichtungen
13.05.2013 - Die Staatskanzlei ehrt am kommenden Mittwoch das Projekt „Stadt-Land-Fluss-Hauptstadtregion“ als Demografie-Beispiel des Monats Mai. Es wurde von der...  [ausführlich]

Zeuthener Talentschmiede – Forschungszentrum DESY für
Vorbildrolle bei Fachkräftesicherung geehrt

12.04.2013 - Das Forschungszentrum Deutsches Elektronen-Synchrotron (DESY) in Zeuthen ist heute für sein Engagement bei der Nachwuchsförderung von der...  [ausführlich]

Terminhinweis: Demografie-Beispiel des Monats April – Engagement für Fachkräftesicherung am Forschungszentrum DESY
10.04.2013 - Die Staatskanzlei würdigt am Freitag das jahrelange, beispielhafte Engagement des Forschungszentrums Deutsches Elektronen-Synchrotron (DESY) für...  [ausführlich]

Werben um Nachwuchs – „Mobile Fabrik“ der Pritzwalker Bildungsgesellschaft ist Demografie-Beispiel
01.03.2013 - Die „Mobile Fabrik“ (MoFa) der Bildungsgesellschaft Pritzwalk ist das Demografie-Beispiel des Monats März. Der Chef der Staatskanzlei, Staatssekretär...  [ausführlich]

Früh übt sich – „Mobile Fabrik“ der Pritzwalker
Bildungsgesellschaft ist Demografie-Beispiel im März

27.02.2013 - Die Staatskanzlei ehrt am kommenden Freitag die „Mobile Fabrik“ (MoFa) der Bildungsgesellschaft mbH Pritzwalk als Demografie-Beispiel des Monats März....  [ausführlich]

Werben für Bürgerbus-Idee – Vereine planen gemeinsamen Internetauftritt – Staatskanzlei unterstützt Projekt
07.02.2013 - Ministerpräsident Matthias Platzeck unterstützt den Aufbau einer gemeinsamen Internet-Website der bislang vier Brandenburger Bürgerbusvereine....  [ausführlich]

Weiterbildung für Ehrenamtler - Staatskanzlei zeichnet havelländisches Projekt als Demografie-Beispiel im Februar aus
06.02.2013 - Das Projekt „Qualifizierung im Ehrenamt“ der „Agentur für bürgerschaftliches Engagement - Kompetenzzentrum Havelland“ ist das Demografie-Beispiel des...  [ausführlich]

Fit fürs Ehrenamt - Qualifizierungs-Projekt im Havelland ist Demografie-Beispiel im Februar
04.02.2013 - Die Staatskanzlei ehrt am kommenden Mittwoch das Projekt „Qualifizierung im Ehrenamt“ des „Kompetenzzentrums Havelland – Agentur für...  [ausführlich]

Engagiert in der Region: Hohe Beteiligung märkischer Projekte an Förderprogramm der Bosch-Stiftung
25.01.2013 - Mit einer extrem hohen Beteiligung von fast 30 Prozent haben Brandenburger Projekte beim Förderprogramm „Neulandgewinner – Zukunft erfinden vor Ort“...  [ausführlich]